1999 Ein neues Jahr,

ein neues (Un-)Glück ! Die Tapetenvonhintenmitkleistereinschmiermaschine wird wieder rausgekramt, denn die nackten Rigipswände sind doch irgendwie nicht so hübsch. Nu aber .. Fertig unterm Dach !

Ach herrje der Rasen wächst ja schon wieder! Und sogar unter der Hecke! Es gibt wieder Arbeit im Baumarkt zu kaufen, Rasenmähsteine. Nicht nur das die nicht den Rasen mähen, die wollen auch noch in die Erde eingebuddelt werden. Immer schön gerade an einer Strippe lang, einmal um die oben erwähnten 30 m Hecke.

Na das war vielleicht anstrengend, aber ich bin einmal rum um die Hecke.



Da war doch noch die Sache mit dem Sickerschacht für das Regenwasser aus der Dachrinne. Um diesen häßlichen Gullydeckel zu tarnen, haben wir eine Vogeltränke Darauf gestellt. Es sind allerdings sehr selten Vögel zum trinken gekommen. Vielleicht steht die Tränke zu sehr verlassen und ohne Deckung auf dem Rasen. Ja, ja , schon gut wir fahren ja schon zum Gartencenter und planzen etwas Buschwerk hinter die Tränke.

Wie hieß das gleich ¨Buddelea ...¨ ( zu deutsch : Schmetterlingsflieder ) aber das mit dem buddeln mußte trotzdem sein. Tja und dann hat er auch schon prächtig geblüht und die Schmetterlinge sind gekommen. Ich glaub der Name Schmetterlingsflieder passt dann doch besser. Da waren dann also Pfauenaugen, Ochsenaugen, Schwalbenschwänze, kleine Füchse ( ne ne wir sind keine Tierquähler, das sind doch alles Schmetterlinge ), Zitronenfalter, Distelfalter (pieckt das nicht beim Falten ?), Schachbretter und Kohlweißlinge. Letztere haben sich dann auch auf unserer Kapuzienerkresse sehr wohl gefühlt und dort ihre Hochzeitsnacht verbracht. Mit dem Ergebnis mögen sie selbst zufrieden gewesen sein, wir aber nicht. Die Raupen sind doch relativ gefräßig gewesen. Aber Simone hatte ihnen den Kampf angesagt und diese fleißig abgesammelt.

Nu aber ab in Urlaub. Wiedermal nach Tschechien, Zelten. Oh oh, ob das alles ins Auto passt? Doch, doch dasgeht schon alles rein. Haben wir auch alles, Zelt, Heringe, Luftmatratzen ........., Sonnenfinsternisbrillen ? Da wollen wir nämlich auch hin.
echt eigenes Foto
Tja und das hat sich dann auch gelohnt. Wir wir waren so ca. 50 km östlich von München. Auf eine kleinen Hügel mit einem tollen Blick nach Westen auf München. Olympiaturm und Flughafen alles zu sehen. Auch den Regenschauer überm Olympiapark während der SoFi.
Aber wir habens toll gesehen die gesammten zwei Minuten. War schon beeindruckend. Dämmerlicht wie beim Gewitter, die Schwalben fliegen tief überm Boden, die Grillen verstummen, es kommt ein leichter Wind auf, und es wird merklich kühler. Dann macht der Flugplatz das Licht an, es wird Finster ... und dann sieht man die Korona, einfach Toll ( aber leider nicht zu beschreiben ) und nochmal Toll, einfach Irre.

Leider war dann auch einiges von der restlichen Zeit Sonnenfinsternis und es hat geregnet.
Aber so schnell sind wir nicht kleinzukriegen. So haben wir dann auch etliche Burgen, Schlösser, Burgruinen und Städte besucht und haben diese besichtigt und fotografiert. (z.B. das Schloß Orlik (1) (2) (3) )
Ist schon recht beeindruckend so eine Ritterburg. Wenn auch als Ruine aber dennoch die größte von Böhmen, die Burgruine Rabi (1) (2) (3) (4) (5). Das muß man sich schon mal ansehen und dann sich vorstellen wie in den Gängen und in den Hallen die alten Raubritter (1) (2) so gelebt haben.
Aber auch die Prinzessinen und Könige haben in ihren Schlössern nicht schlecht gelebt. In der Hluboka (1) (2), dem Schloß Frauenstein kann man sich das recht gut vorstellen. Und auch das Jagtleben der feinen Herrschaften ist durch eine nicht unerhebliche Waffensammlung belegt.
Aber auch Kriege haben sie geführt und gewonnen. Zum Beispiel auch gegen die Türken und deshalb darf auch der Raabe dem Türken die Augen aushacken.
Und da das Wandern nicht nur der Müllers Lust ist, haben wir das dann auch gemacht. Mitten im Nationalpark Sumava, dem Böhmerwald hat man ja viel Platz dazu. So zum Beispiel zu den Hochmooren des Tri Yeserny Slat oder zu alten Goldgräbermienen bei Kasperk oder zu dem Urwaldgebebiet des Boubin.


Aber auch gleich vom Campingplatz Annin aus kann man etwas entdecken. Da gibt es ein kleines Kirchlein mit einem Beinhaus. Nein, da stehen keine Beine rum, auch auf Beinen steht das nicht, sondern da hat man die Gebeine aus den alten Gräbern hineingetan wenn man Platz für neue Gräber brauchte (gruselig was).



Ja und nach getaner Wanderarbeit hat man sich dann noch ein Bierchen vom Faß beim zünftigem Lagerfeuer redlich verdient.

So kaum wieder da und da muß auch schon die Hecke geschnitten werden, sonst haben wir noch eine Baumallee anstatt einer Ligusterhecke. Dabei haben wir dann festgestellt, daß sich auch die Nachtfalter (Ligusterschwärmer) bei uns sauwohl gefühlt haben müssen. Hier das stolze Ergebnis : eine fette Raupe 8cm grün und Daumenstark. Da offensichtlich ein Einzelgänger haben wir ihr freie Kost und Logie gewährt. Leider ist sie uns dann abhanden gekommen. Hoffentlich hat sie ihr kurzes Leben nicht als Vogelfutter beendet. An der bekannten Stelle sitzt sie jedenfalls nicht mehr.

Nun ja das war doch alles in allem ein recht fauler Sommer.
oder vielleicht doch nicht ?
Fällt euch rechts neben der Hecke etwas auf? (ihr könnt ja auch oben in der Seite nachsehen ;-) Ja richtig, der Zaun.
Oh mann, oh mann schonwieder lauter Löcher graben. So ca. 25x25 cm, Pfahl hineingestellt und ...
ist umgefallen. Na ist ja gut, Beton muß her (Baumarkt ...). Man nehme also Sand und Zement, Schubkarre, Wasser und Schweiß im Verhältnis 2 zu 1 zu 1 zu etwas zu viel und fertige daraus Beton. Mit vier bis fünf Schippen von dem Zeug und 24h ¨himmlischer¨ Ruhe halten die Pfähle jetzt besser. Ach so ja vor dem festwerden des Beton sind die Pfähle auszurichetn, sonst gleicht das Bauwerk eher einer Panzersperre als einem Zaun.


... und weiter gehts im Jahr 2000


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